Games / Reportage

Die Gaming-Highlights 2017

Die interessantesten Veröffentlichungen auf einen Blick

2016 war alles andere als ein schlechter Spielejahrgang - 2017 könnte noch deutlich besser werden! Aus vielerlei Gründen: Mit Nintendo Switch und Microsofts Scorpio stehen neue Konsolen in den Startlöchern, die völlig unterschiedliche Richtungen einschlagen. Zudem dürften PS4 und Xbox One maximal ausgereizt werden sowie die Virtual-Reality-Technik Spektakuläres hervorbringen. Die Übergänge zwischen Realität und Virtualität werden fließender. Ein Ausblick auf die Highlights des nächsten Jahres - angefangen bei der Rückkehr der Horror-Mär "Resident Evil" über den Neustart der "Mass Effect"- und "God of War"-Reihe bis hin zu völlig neuen Marken wie "Horizon: Zero Dawn".

Resident Evil 7: Biohazard (Capcom; 24. Januar; PC, PS4, Xbox One): Der blanke Horror zum Jahresauftakt! Capcom erfindet seine Traditionsreihe "Resident Evil" neu und verlegt sie aus fernöstlichen Metropolen in eine kleine, verfallene Südstaaten-Bruchbude, die von schauderhaften Gestalten bewohnt wird. Hier erlebt man das Grauen zum ersten Mal aus der Ego-Perspektive, PS4-Besitzer mit "PlayStationVR"-Headset stehen vor einer echten Mutprobe!

For Honor (Ubisoft; 14. Februar 2017; PC, PS4, Xbox One): Apokalypse Wow! Ubisoft inszeniert in "For Honor" den Krieg um Ressourcen und Kontrolle über die letzten bewohnbaren Landmassen auf Erden als atemlose Massen-Keilerei zwischen Samurai, Wikingern und Rittern. Visuell eine Wucht!

Halo Wars 2 (Microsoft, Creative Assembly; 21. Februar 2017; Obox One, PC): Die Echtzeit-Strategie-Schlacht im "Halo"-Universum geht auf Xbox One und Windows-10-PCs weiter: "Halo Wars 2" setzt 28 Jahre nach den Ereignissen aus "Halo 5: Guardians" ein: Captain James Cutter und sein Team erwachen aus dem Kälteschlaf und müssen sich gegen eine furchterregende Armee aus Söldnern und Mördern behaupten. Könnte richtig gut werden, weil die "Total War"-Macher Creative Assembly hinter dem Projekt stecken.

Crash Bandicoot: N. Sane Trilogy (Activision, Vicarious Visions; 28. Februar 2017; PS4): Fans drehen durch: Die ersten drei PSOne-Abenteuer des wirbelnden Jump&Run-Beuteltiers "Crash Bandicoot" erfahren ein Rundum-Remake für PS4.

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Horizon: Zero Dawn (Sony, Guerrilla Games; 1. März; PS4): "Horizon: Zero Dawn"-Heldin Aloy macht in der postapokalyptischen Wildnis mit Pfeil und Bogen Jagd auf Roboter-Dinosaurier und andere Tech-Tiere, die fast zu schön sind, um sie zu erlegen. Die ungewöhnliche Kombination aus Steinzeit- und SciFi-Szenario hat das Potenzial zum Millionen-Hit und wird der wichtigste Vorzeige-Titel für Sonys PlayStation 4 Pro-Konsole.

Tom Clancy's Ghost Recon: Wildlands (Ubisoft; 7. März 2017; PC, PS4, Xbox One): Für seine neue Tom-Clancy-Umsetzung "Ghost Recon: Wildlands" verspricht der französische Hersteller Ubisoft seine bisher größte offene Spielwelt. Außerdem soll der Krieg gegen südamerikanische Drogenkartelle über ein revolutionäres Partikelsystem verfügen, das Kleidung, Waffen und andere Ausrüstung realistisch verschleißen lässt.

Nier: Automata (Platinum Games, Square Enix; 10. März 2017; PC, PS4, Xbox One): Das ursprünglich als Spin-Off zur "Drakengard"-Reihe angelegte Action-Rollenspiel "Nier" entwickelte sich schnell zum Geheimtipp. Darum geht das postapokalyptische Epos 2017 in die zweite Runde: Die Action-Experten von Platinum Games setzen bei "Nier: Automata" vor allem auf packende Boss-Gefechte.

Star Trek: Bridge Crew (Ubisoft, PC, PS4, 17. März 2017): Ab Mitte März werden PC- und Konsolenbesitzer an Bord des Sternenflotten-Schiffs "USS Aegis" verfrachtet, um einen entlegenen Quadraten von J. J. Abrams "Star Trek"-Universum zu erkunden: den ominösen "Graben". Ubisofts "Star Trek Bridge Crew" ist für VR-Headsets wie Oculus Rift, HTC Vive und PlayStationVR konzipiert - entsprechend hoch dürften wahre Trekker-Herzen schlagen. Einmal wie Kirk, Picard und Co. die Kommandos geben - gerne auch einer Brückencrew aus anderen Spielern, denn der Titel hat eine echte Multiplayer-Schlagseite.

South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe (Ubisoft, PC, PS4, Xbox One, 31. März): Im Vorgänger "Der Stab der Wahrheit" wurden "Game of Thrones" und "Der Herr der Ringe" in derber "South Park"-Manier durch den Kakao gezogen. Beim Nachfolger "Die rektakuläre Zerreißprobe" fällt das Superhelden-Genre dem herrlich albernen Anarcho-Rollenspiel zum Opfer.

Nintendo Switch (Nintendo; März): Die Tage der Wii U sind gezählt. Mit dem Nintendo "Switch" kommt im März bereits der mutig konzipierte Nachfolger auf den Markt - ein Hybrid aus stationärer und mobiler Konsole. Das Besondere an Nintendos Switch, dessen Preis bei rund 350 Euro liegen soll: Abnehmbare Elemente eines Wohnzimmer-Controllers werden links und rechts des HD-Displays angebracht, sodass eine Art Tablet mit Button und Sticks entsteht. Ideal, um auch unterwegs zu spielen. Wer nach einem Ausflug wieder zuhause landet, kann das Tablet in die Docking-Station stellen und nahtlos am großen TV-Schirm weiter zocken.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Nintendo; Sommer; Switch, Wii U): Ob das neue "Zelda"-Abenteuer "Breath of the Wild" pünktlich zum Start der Nintendo Switch erscheint oder noch etwas Feinschliff benötigt, ist derzeit noch unklar. Sicher ist: Links erster Ausflug in eine völlig offene Spielwelt wird allein schon wegen seiner Größe schlicht atemberaubend!

Yooka-Laylee (Bandai Namco, PC, Xbox One, PS4, 11. April): Mit "Yooka-Laylee" für PC und Konsole will das britische Studio Playtonic eine Renaissance des 3D-Jump&Runs einläuten. Kein Wunder: Zur Studio-Mannschaft gehören Mitglieder von Rares Original-"Banjoo Kazooie"-Team. Statt Bär und Strauß sind's diesmal Chamäleon und Fledermaus, die sich in fünf umfangreichen Welten mit ihren Fähigkeiten gegenseitig aus der Patsche helfen müssen.

Little Nightmares (Tarsier Studios; Bandai Namco; Frühling 2017; PC, PS4, Xbox One): Ein Horror-Märchen mit der Anmutung eines gruftigen Puppen-Trickfilms wird "Little Nightmares" aus den schwedischen Tarsier Studios. Bei der gamescom 2016 gehörte das gruselige Adventure mit seinen skurrilen Figuren zu den Most-Wanted-Titeln, die Kombination aus teuflischen Puzzles und Schleichspiel-Einlagen überzeugte auf ganzer Linie.

Mass Effect: Andromeda (Bioware, Electronic Arts; Frühling; PC, PS4, Xbox One): "Andromeda" ist kein "Mass Effect 4", sondern ein Neuanfang der erfolgreichen Sci-Fi-Saga. Als Kundschafter soll man für die dezimierte Menschheit nach Rohstoffen, Verbündeten und letztlich einer neuen Heimat in der Galaxie suchen. Doch nicht jeder Planet empfängt die Besatzung der "Tempest" mit offenen Armen ...

What Remains of Edith Finch (Giant Sparrow; Frühling 2017; PC, PS4): Die mit Grusel-Elementen aufgeladene Kurzgeschichten-Sammlung von "Unfinished Swan"-Studio Giant Sparrow erzählt die Geschichte einer alten US-Familie: Dabei erstrecken sich die Geschehnisse aus "What Remains of Edith Finch" über nahezu ein Jahrhundert und werden aus den Augen unterschiedlicher Protagonisten beleuchtet.

Tekken 7 (Namco Bandai, PC, Xbox One, PS4, Frühjahr): Es setzt wieder Prügel - grafisch spektakulär inszenierte, fein zu steuernde Prügel. Spieler dürfen sich in "Tekken 7" auf über 30 brandneue wie etablierte Charaktere sowie eins der größten Move-Sets weltweit freuen.

Prey (Arkane Studios, Bethesda; Frühling 2017; PC, PS4, Xbox One): Nach mehreren Studio-Wechseln soll "Prey" 2017 endlich auf den Markt kommen. Im Mittelpunkt der Science-Fiction-Story: Morgan Yu. Der ist Teil eines Experiments zur Verbesserung der menschlichen Rasse und erwacht auf einer Raumstation, die von Kreaturen übernommen wurde, die fortwährend ihre Gestalt ändern können. Jetzt muss er sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.

Styx: Shards of Darkness (Cyanide, Focus Home Interactive; Frühling 2017; PC, PS4, Xbox One): In "Shards of Darkness" darf Goblin-Assassine Styx wieder die Messer wetzen: In seinem mittlerweile zweiten Alleingang soll die Grünhaut einen finsteren Pakt von Dunkelelfen und Zwergen vereiteln. Für den technischen Unterbau sorgt diesmal die "Unreal Engine 4".

Get Even (Namco Bandai, PC, Xbox One, PS4, Frühjahr): "Get Even" ist ein First-Person-Shooter, der grafisch, mehr aber noch mit unvergleichlicher dreidimensionaler Akustik beeindrucken soll. In der Rolle von Cole Black erwacht der Spieler in einer verlassenen Anstalt und kann sich lediglich daran erinnern, dass er ein junges Mädchen versucht hat zu retten, der eine Bombe um den Oberkörper geschnallt worden war. Was folgt, soll das Verständnis von Gerechtigkeit und Realität in Frage stellen.

Days Gone (Sony; 2017; PS4): Als Biker und Kopfgeldjäger Deacon St. John kämpfen sich PS4-Spieler in "Days Gone" durch die Zombieapokalypse. Nicht selten erinnert die Untotenhatz an die Zombie-Action-Reihe "Dead Rising" und den Kinohit "World War Z" ...

Death Stranding (Kojima Productions; 2017; PS4): Norman Reedus und Guillermo del Toro als spielbare Charaktere, Mads Mikkelsen als Cyber-Antagonist: "Death Stranding" von "Metal Gear"-Mastermind Hideo Kojima dürfte ein abstraktes Kunstprojekt werden. Wie genau das Spiel hinter den bizarren Bildern funktioniert, ist noch immer unbekannt.

Detroit: Become Human (Sony, Quantic Dream; 2017; PS4): Mit "Detroit: Become Human" will Quantic Dream endgültig die Lücke zwischen Spiel und Film schließen. Die verheißungsvolle Geschichte um rebellische Androiden, die ihre menschliche Seite entdecken, liegt angesichts der Erfolge von TV-Serien wie "Westworld" oder der Kinorückkehr von "Blade Runner" voll im Trend!

God of War (Sony; 2017; PS4): Gehörnte Riesen statt Zyklopen, Drachen und Troll-Getier anstelle von Bestien aus der griechischen Mythologie: Im neuen "God of War" wildert der Wutgrieche Kratos in nordischen Götter-Gefilden. Mit dabei: ein verschüchterter, kleiner Junge, offenbar der Sohn des streitbaren Spartaners ...

The Surge (Deck 13; 2017; PC, PS4, Xbox One): Mit seiner an "Dark Souls" angelehnten Fantasy-Geduldsprobe "Lords of the Fallen" hatte das Frankfurter Studio Deck 13 vor zwei Jahren so viel Erfolg, das man der Linie erstmal treu bleibt: Auch in "The Surge" geht es um knochenharte Kämpfe in lebensfeindlichen Szenarien. Anders als sein Vorgänger ist der "Surge"-Held in einer Science-Fiction-Welt unterwegs, seine Exo-Montur peppt er mithilfe abgetrennter Gegner-Gliedmaßen auf.

"Gran Turismo Sports" (Sony, PS4, 2017): Das ursprünglich für November 2016 angekündigte Geschwindigkeitsspektakel "Gran Turismo Sports" wird es voraussichtlich erst 2017 über die PS4-Zielgerade schaffen - wann genau, dazu schweigt sich der Entwickler aus. Als Begründung führt Polyphony unter anderem die Implementierung anspruchsvoller Grafik-Technologien an. Und: Nachdem man der internationale Dachverband des Automobils FIA mit im Boot ist, sollen anerkannte virtuelle Online-Meisterschaften ausgetragen werden.

Warhammer 40K: Dawn of War 3 (Relic, Sega; 2017; PC): Fans epischer SciFi- und Monsterschlachten frohlocken: In "Dawn of War 3" marschieren einmal mehr die hochgerüsteten Monster- und Imperiums-Armeen aus Games Workshops "Warhammer 40K"-Universum auf. Die taktischen Möglichkeiten der Effekt- und Material-Schlacht wurden dafür ebenso ausgebaut wie die Truppen-Verwaltung, die diesmal von einer übergeordneten Weltkarte profitiert.

Scalebound (Platinum, Microsoft; 2017; Xbox One, PC): Gigantische Boss-Gegner, ein schwertschwingender Drachenreiter mit Walkman-Stöpseln im Ohr und ein Effekt-Inferno wie in einem Anime: Für sein Xbox- und PC-exklusives "Scalebound" zieht das japanische Action-Studio Platinum alle Register.

Red Dead Redemption 2 (Rockstar Games, PS4, Xbox One): Kaum ein Spiel wird 2017 sehnlichster erwartet als "Red Dead Redemption 2"! Die Fortsetzung des erfolgreichen Open-World-Westerns soll bereits im Herbst auf den Markt kommen und zunächst für PS4 sowie Xbox One erscheinen. Details? Bislang Fehlanzeige!

Xbox Scorpio (Microsoft, 2017): Die PS4 Pro ist schon auf dem Markt - 2017 kontert Microsoft mit der Xbox One Scorpio. Diese soll gegenüber Sonys Spitzenmodell noch einmal 50 Prozent mehr Rechenleistung bieten und damit ebenfalls fit für die 4K-Zukunft sein. Über den Preis und den Erscheinungstermin gibt es allerdings noch keine Details.

Star Citizen (PC, 2017): Ob das Ü100-Millionen-Dollar-Projekt "Star Citizen" wirklich nächstes Jahr kommt, steht nach vier Jahren Entwicklungszeit weiter in den Sternen. Immer mehr Unterstützer fürchten, dass das überambitionierte Spiel gar nicht mehr erscheint ...

Gerd Hilber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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