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Sparkasse KölnBonn

25.03.2017 Wegwerfen oder gut Aufbewahren

Im Haushalt tun man es - der eine mehr, der andere weniger gerne und regelmäßig: Aufräumen! Auch bei den privaten Finanzen ist die regelmäßig Durchsicht der Unterlagen wichtig. Aber Vorsicht beim Wegwerfen!


Wenn man gerade im "Aufräum-Wahn" ist dann kann es schnell passieren: "Ach, das kann sicher weg". Manche Unterlagen sollten aber gut aufbewahrt werden, für Unternehmen gibt es sogar festgelegte Fristen. Privatleute sollten Quittungen für alle größeren Käufe, zum Beispiel für Elektrogeräte oder Möbel während der gesetzlichen Gewährleistung aufbewahren. Das sind 2 Jahre. Oder wenn die Garantie länger gewährt wird entsprechend länger. Belege besonders wertvoller Gegenstände, wie z.B. Schmuck oder die neue Waschmaschine, verwahren Sie am besten dauerhaft. So können Sie bei einem Einbruch oder Wasserschaden den Nachweis bei der Hausratversicherung leichter führen. Für alles was fest mit Haus und Wohnung verbunden ist, zum Beispiel das neue Bad, gilt die Gewährleistung sogar 5 Jahre. Die Rechnung für den Handwerker müssen sie zwei Jahre aufheben. Gerechnet ab dem Ende des Jahres in dem die Rechnung ausgestellt wurde. Und die vielen anderen Papiere auf dem Schreibtisch? Finanzexperte Maximilian Blusch:
"Kontoauszüge haben als zentrales Informationsmittel eine besondere Bedeutung, können Sie doch als Nachweis für Zahlungen gegenüber Handwerkern oder auch dem Finanzamt dienen. Daher bewahren Sie diese über 4-5 Jahre auf. Manche Sparkassen oder Banken bieten Ihnen auch den jederzeitigen elektronischen Abruf auch weit zurückliegender Kontoauszüge. So sparen Sie sich die Lagerung. Verträge sollten Sie mindestens so lange aufbewahren, wie der jeweilige Vertrag läuft, damit Sie im Streitfall genau belegen können, was vereinbart wurde. Behalten Sie Mietverträge mit dem dazu gehörenden Übernahmeprotokoll noch einige Jahre nach Beendigung des Vertrages, könnten doch noch Ansprüche des Vermieters zum Beispiel aus später festegestellen Schäden auf Sie zukommen. Manches sollte man gar nicht entsorgen, dazu zählen Kaufverträge für Immobilien, Schenkungs- oder Erbverträge sowie berufliche Verträge und Belege. Gleiches gilt auch für Geburts-, Heirats- oder Scheidungsurkunden. Kreditverträge und Gerichtsurteile sollte man sich vor dem Wegwerfen immer noch mal genau ansehen."
Steuerunterlagen gehören mindestens so lange in den heimischen Schrank, bis der Bescheid rechtskräftig ist. Planen Sie für eine mögliche Rechrche auch hier eine längere Lagerzeit ein, wenn es noch Nachfragen vom Finanzamt gibt. Infos dazu gibt es auch vom Steuerberater.

 

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